Festgottesdienst 50 Jahre Anbetungskirche D-Hassels

festschrift-anbetungskircheHeute fand der Gottesdienst zur 50-jährigen Jubiläumsfeier der Anbetungskirche Düsseldorf-Hassels mit festlicher Begleitung des Kirchenchors Benrath und des ev. Posaunenchors Hassels statt.  Eine vorzüglich hergestellte, 72-seitige Festschrift setzte der 50-jährigen Kirche und seinen Menschen ein lesenswertes „Denkmal“.

Zum Abschluss des Gottesdienstes sangen wir EG 171 „Bewahre uns, Gott“.

EG 171
„Bewahre uns, Gott“
Text: Eugen Eckert
Melodie: Anders Ruuth

Gesangs-Video / Video Orgelspiel

Text:

1. Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns auf unsern Wegen.
Sei Quelle und Brot
in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen,
sei Quelle und Brot
in Wüstennot,
sei um uns mit deinem Segen.

2. Bewahre uns, Gott,
behüte uns Gott,
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht
im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,
voll Wärme und Licht
im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten.

3. Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns vor allem Bösen.
Sei Hilfe, sei Kraft,
die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen,
Sei Hilfe, sei Kraft,
die Frieden schafft,
sei in uns, uns zu erlösen.

4. Bewahre uns, Gott,
behüte uns, Gott,
sei mit uns durch deinen Segen.
Dein Heiliger Geist,
der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen,
Dein Heiliger Geist,
der Leben verheißt,
sei um uns auf unsern Wegen.

Danach ließ der Posaunenchor Hassels mit „Saints‘ Hallelujah“ von Luther Henderson (ein Mash-Up von „Saints Go Marchin ‚In“ und dem Chor „Halleluja“, Video) den sehr gut besuchten Festgottesdienst ausklingen.

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Spuren im Sand

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Eines Nachts hatte ich einen Traum:
Ich ging am Meer entlang mit meinem HERRN.
Vor dem dunklen Nachthimmel erstrahlten,
Streiflichtern gleich,
Bilder aus meinem Leben.
Und jedesmal sah ich zwei Fußspuren im Sand,
meine eigene und die meines HERRN.

Als das letzte Bild an meinen Augen
vorübergezogen war, blickte ich zurück.
Ich erschrak, als ich entdeckte,
daß an vielen Stellen meines Lebensweges
nur eine Spur zu sehen war.
Und das waren gerade die schwersten
Zeiten meines Lebens.

Besorgt fragte ich den HERRN:
„HERR, als ich anfing, DIR nachzufolgen,
da hast DU mir versprochen,
auf allen Wegen bei mir zu sein.
Aber jetzt entdecke ich,
dass in den schwersten Zeiten meines Lebens
nur eine Spur im Sand zu sehen ist.
Warum hast DU mich alleingelassen,
als ich DICH am meisten brauchte?“

Da antwortete ER: „Mein liebes Kind,
ICH liebe dich und werde dich nie alleinlassen,
erst recht nicht in Nöten und Schwierigkeiten.
Dort wo du nur eine Spur gesehen hast,
da habe ICH dich getragen.“

Originalfassung des Gedichts „Footprints“ © 1964 Margaret Fishback Powers.
Deutsche Fassung des Gedichts „Spuren im Sand“ © 1996 Brunnen Verlag, Gießen.

Anmerkung:
Neben Margaret Fishback Powers beansprucht auch Mary Stevenson
Autorin des obigen Gedichtes zu sein (© 1936/1984).

Ein Geschenk des Himmels

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Petrus Ceelen (*1943) ist ein belgischer Geistlicher, Psychotherapeut und Autor. Er arbeitete als Gefangenenseelsorger in Hohenasperg und war von 1992 bis 2005 Seelsorger für HIV-Infizierte und AIDS-Kranke in Stuttgart.

Er schrieb folgendes Gedicht:

Manche Menschen wissen nicht,
wie wichtig es ist,
dass sie einfach da sind.

Manche Menschen wissen nicht,
wie gut es tut,
sie einfach zu sehen.

Manche Menschen wissen nicht,
wie tröstlich
ihr gütiges Lächeln ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie wohltuend
ihre Nähe ist.

Manche Menschen wissen nicht,
wie viel ärmer
wir ohne sie wären.

Manche Menschen wissen nicht,
dass sie ein Geschenk
des Himmels sind.

Sie wüssten es,
würden wir es ihnen sagen!

Psalm 139 – Umfangen von Gottes Gegenwart

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Psalm 139 beschreibt in bewegender Weise, wie wir Menschen von Gottes Gegenwart umfangen sind. Er ist das Lied eines Menschen, der staunt: über sich selber, über Gott, und über die Beziehung zwischen sich selbst und Gott. Er preist nicht nur das umfassende Verständnis Gottes, sondern auch, dass Gott den Menschen überallhin begleitet – dass es keinen Ort gibt, an dem Gott nicht ist. In diesem Psalm können sich viele Menschen leicht wiederfinden. Es gibt Verse, die als Taufsprüche gewählt werden. Es gibt Verse, die am Krankenbett gebetet werden. Es gibt Verse, die Trost spenden am Sterbebett.

  • Herr, du durchschaust mich, du kennst mich durch und durch.
  • Ob ich sitze oder stehe – du weißt es, aus der Ferne erkennst du, was ich denke.
  • Ob ich gehe oder liege – du siehst mich, mein ganzes Leben ist dir vertraut.
  • Schon bevor ich rede, weißt du, was ich sagen will.
  • Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine schützende Hand über mir.
  • Dass du mich so genau kennst – unbegreiflich ist das, zu hoch, ein unergründliches Geheimnis!
  • Wie könnte ich mich dir entziehen; wohin könnte ich fliehen, ohne dass du mich siehst?
  • Stiege ich in den Himmel hinauf – du bist da! Wollte ich mich im Totenreich verbergen – auch dort bist du!
  • Eilte ich dorthin, wo die Sonne aufgeht, oder versteckte ich mich im äußersten Westen, wo sie untergeht, dann würdest du auch dort mich führen und nicht mehr loslassen.
  • Wünschte ich mir: „Völlige Dunkelheit soll mich umhüllen, das Licht um mich her soll zur Nacht werden!“ – für dich ist auch das Dunkel nicht finster; die Nacht scheint so hell wie der Tag und die Finsternis so strahlend wie das Licht.
  • Du hast mich geschaffen – meinen Körper und meine Seele, im Leib meiner Mutter hast du mich gebildet.
  • Herr, ich danke dir dafür, dass du mich so wunderbar und einzigartig gemacht hast! Großartig ist alles, was du geschaffen hast – das erkenne ich!
  • Schon als ich im Verborgenen Gestalt annahm, unsichtbar noch, kunstvoll gebildet im Leib meiner Mutter, da war ich dir dennoch nicht verborgen.
  • Als ich gerade erst entstand, hast du mich schon gesehen.
  • Alle Tage meines Lebens hast du in dein Buch geschrieben – noch bevor einer von ihnen begann!
  • Deine Gedanken sind zu schwer für mich, o Gott, es sind so unfassbar viele!
  • Sie sind zahlreicher als der Sand am Meer; wollte ich sie alle zählen, so käme ich doch nie an ein Ende!
  • […]
  • Durchforsche mich, o Gott, und sieh mir ins Herz, prüfe meine Gedanken und Gefühle!
  • Sieh, ob ich in Gefahr bin, dir untreu zu werden, dann hol mich zurück auf den Weg, der zum ewigen Leben führt!

Immanuel Kant und Psalm 23

Der große Philosoph Immanuel Kant soll folgendes festgestellt haben:

kant

Ich habe in meinem Leben viele kluge und gute Bücher gelesen. Aber ich habe in ihnen allen nichts gefunden, was mein Herz so still und froh gemacht hätte wie die vier Worte aus dem 23. Psalm: „Du bist bei mir!“

Psalm 23 lautet in der „Hoffnung für alle“-Übersetzung:

psalm-23

Der HERR ist mein Hirte. Nichts wird mir fehlen. ER weidet mich auf saftigen Wiesen und führt mich zu frischen Quellen. ER gibt mir neue Kraft. ER leitet mich auf sicheren Wegen, weil ER der gute Hirte ist. Und geht es auch durch dunkle Täler, fürchte ich mich nicht, denn DU, HERR, bist bei mir. DU beschützt mich mit deinem Hirtenstab. DU lädst mich ein und deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde. DU begrüßt mich wie ein Hausherr seinen Gast und gibst mir mehr als genug. DEINE Güte und Liebe werden mich begleiten mein Leben lang; in DEINEM Haus darf ich für immer bleiben.

Thema „Dankbarkeit“ / EG 644 „Vergiss nicht zu danken“

nur-einer-danktIm Gottesdienst am heutigen 14. Sonntag nach Trinitatis ging es um das Thema Dankbarkeit.

Wir sangen EG 334 „Danke für diesen schönen Morgen“, EG 317 „Lobe den Herren“, EG 294 „Nun saget Dank und lobt den Herren“ und EG 644 „Vergiß nicht zu danken“.

Das letztgenannte Lied soll heute hier vorgestellt werden.

EG 644
„Vergiß nicht zu danken“
Text: Heino Tangermann
Melodie: Paul Ongmann zu einem norwegischen Lied

Video

Text

1. Vergiß nicht zu danken dem ewigen Herrn,
er hat dir viel Gutes getan.
Bedenke, in Jesus vergibt er dir gern,
du darfst ihm, so wie du bist, nahn.

(Refrain:)
Barmherzig, geduldig und gnädig ist er,
viel mehr als ein Vater es kann.
Er warf unsre Sünden ins äußerste Meer,
kommt, betet den Ewigen an.

2. Du kannst ihm vertrauen in dunkelster Nacht,
wenn alles verloren erscheint.
Er liebt dich, auch wenn du ihm Kummer gemacht,
ist näher als du je gemeint.

(Refrain)

3. Im Danken kommt Neues ins Leben hinein,
ein Wünschen, daß nie du gekannt,
daß jeder wie du Gottes Kind möchte sein,
vom Vater zum Erben ernannt.

(Refrain)

4. In Jesus gehörst du zur ewigen Welt,
zum Glaubensgehorsam befreit.
Er hat dich in seine Gemeinde gestellt
und macht dich zum Dienen beriet.

(Refrain)

Pfarrer Frank Bublitz predigte – wie immer hervorragend – über Lukas 17, 11-19: „Nur einer dankt“.

Auf dem Weg nach Jerusalem kamen Jesus und seine Jünger durch das Grenzgebiet zwischen Galiläa und Samarien. In einem Dorf begegneten ihnen zehn Aussätzige. Im vorgeschriebenen Abstand blieben sie stehen und riefen: „Jesus, Meister! Hab doch Erbarmen mit uns!“ Er sah sie an und forderte sie auf: „Geht zu den Priestern und zeigt ihnen, dass ihr geheilt seid!“ Auf dem Weg dorthin wurden sie gesund. Einer von ihnen lief zu Jesus zurück, als er merkte, dass er geheilt war. Laut lobte er Gott. Er warf sich vor Jesus nieder und dankte ihm. Es war ein Mann aus Samarien. Jesus fragte: „Habe ich nicht zehn Männer geheilt? Wo sind denn die anderen neun? Weshalb kommt nur einer zurück, noch dazu ein Fremder, um sich bei Gott zu bedanken?“ Zu dem Samariter aber sagte er: „Steh wieder auf! Dein Glaube hat dir geholfen.“

Casting Crowns: Who Am I? / Wer bin ich?

casting-crown

Live Video @ YouTube
Who Am I? @ Spotify

Über Casting Crowns (Wikipedia)
Homepage castingcrowns.com

Originaltext „Who Am I?“

Who am I, that the Lord of all the earth
Would care to know my name,
Would care to feel my hurt?
Who am I, that the Bright and Morning Star
Would choose to light the way
For my ever wandering heart?

(Refrain-1:)
Not because of who I am.
But because of what You’ve done.
Not because of what I’ve done.
But because of who You are.

(Refrain-2:)
I am a flower quickly fading,
Here today and gone tomorrow.
A wave tossed in the ocean.
A vapor in the wind.
Still You hear me when I’m calling.
Lord, You catch me when I’m falling.
And You’ve told me who I am.
I am Yours, I am Yours, …

Who am I, that the eyes that see my sin,
Would look on me with love, and watch me rise again?
Who am I, that the voice that calmed the sea,
Would call out through the rain, and calm the storm in me?

(Refrain-1)

(Refrain-2)

(Refrain-1)

(Refrain-2)

Whom shall I fear?
Whom shall I fear?
‚Cause I am Yours, I am Yours.

Deutsche Übersetzung „Wer bin ich?“

Wer bin ich, dass der Herr dieser Welt,
sich darum kümmert meinen Namen zu kennen,
und sich darum kümmert meinen Schmerz zu fühlen?
Wer bin ich, dass der leuchtende Morgenstern,
sich entschließt den Weg zu erleuchten
für mein ewig wanderndes Herz?

(Refrain-1:)
Nicht wegen mir.
sondern wegen dem, was Du getan hast.
nicht wegen dem, was ich getan habe.
sondern wegen dem, wer Du bist.

(Refrain-2:)
Ich bin eine Blume, die schnell verwelkt,
heute hier, und morgen verschwunden,
eine Welle, die im Meer versinkt,
Ein Stäubchen im Wind.
Trotzdem hörst Du mich, wenn ich Dich rufe.
Herr, Du fängst mich auf, wenn ich falle.
Und Du hast mir gesagt, wer ich bin.
Ich bin Dein, Ich bin Dein, …

Wer bin ich, dass die Augen, die meine Sünden sehen,
mich liebevoll ansehen, und beobachten, wie ich wieder aufstehe?
Wer bin ich, dass die Stimme, die das Meer besänftigte,
durch den Regen ruft und den Sturm in mir beruhigt?

(Refrain-1)

(Refrain-2)

(Refrain-1)

(Refrain-2)

Wen sollte ich fürchten?
Wen sollte ich fürchten?
Weil ich Dein bin, ich Dein bin.

Mr. Mister: Kyrie

kyrie-mr-mister

Kyrie ist ein Lied der US-amerikanischen Popgruppe Mr. Mister aus dem Jahr 1985, das von Richard Page, Steve George (Musik) und John Lang (Text) geschrieben wurde.

Auf Youtube anhören (mit Text)  /  Auf Spotify anhören

Originaltext:

Kyrie eleison
Kyrie eleison,
Kyrie

The wind blows hard against this mountainside
Across the sea into my soul

It reaches into where I cannot hide
Setting my feet upon the road

My heart is old
It holds my memories
My body burns a gemlike flame
Somewhere between the soul and soft machine
Is where I find myself again

(Refrain:)
Kyrie eleison
Down the road that I must travel
Kyrie eleison
Through the darkness of the night
Kyrie eleison
Where I’m going, will you follow
Kyrie eleison
On a highway in the light

When I was young I thought of growing old
Of what my life would mean to me

Would I have followed down my chosen road
Or only wished what I could be

(Refrain)

Oh, oh, oh
Oh, oh, oh
Oh, oh, oh
Oh, oh, oh

(Refrain)

Deutsche Übersetzung:

Herr, erbarme dich
Herr, erbarme dich
Herr

Der Wind bläst stark gegen diese Bergseite
Weht übers Meer direkt in meine Seele

Er gelangt dorthin wo ich mich nicht verstecken kann
Ich setze meine Füße auf die Straße

Mein Herz ist alt
Es bewahrt meine Erinnerungen
Mein Körper brennt und hüpft wie eine Flamme
Irgendwo zwischen der Seele und dem Herzen
ist der Ort wo ich mich wiederfinden werde

(Refrain:)
Herr erbarme dich
Die Straße hinunter, auf der ich reisen muß
Herr erbarme dich
Durch die Dunkelheit der Nacht
Herr erbarme dich
Wo ich hingehe wirst du folgen
Herr erbarme dich
Auf einem Highway ins Licht

Als ich jung war dachte ich ans Altwerden
Darüber, was mein Leben mir bedeuten würde

Ob ich meinen gewählten Weg gegangen wäre
Oder nur dem nachgetrauert hätte, was ich hätte sein können

(Refrain)

Oh, oh, oh
Oh, oh, oh
Oh, oh, oh
Oh, oh, oh

(Refrain)

Stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und macht sichere Schritte mit euren Füßen! (Hebräer 12,12-13)

Der heutige Lehrtext stammt aus Hebräer 12, 12-13:

Hoffnung für alle

Darum heißt es: „Stärkt die kraftlosen Hände! Lasst die zitternden Knie wieder fest werden!“ Bleibt auf dem geraden Weg, damit die Schwachen nicht fallen, sondern neuen Mut fassen und wieder gesund werden.

Luther 1984

Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.

Schlachter 2000

Darum »richtet wieder auf die schlaff gewordenen Hände und die erlahmten Knie«, und »macht gerade Bahnen für eure Füße«, damit das Lahme nicht vom Weg abkommt, sondern vielmehr geheilt wird!

Eine sehr gute Predigt zu diesem Bibeltext: „Müde auf dem Weg“ von Cornelia Trick.

Ein Anstoß von ERF zu Hebräer 12,12-13 von Ramona Eibach.

Ein Bibelkommentar (PDF) (Quelle: W. McDonald – Kommentar zum Neuen Testament, clv, S. 1250 ff.):

Wir sollten im Gedächtnis behalten, dass der Hebräerbrief an Menschen in der Verfolgung gerichtet ist. Weil sie das Judentum um Christi willen verlassen hatten, stießen die Gläubigen auf großen Widerstand. Es bestand die Gefahr, dass sie ihr Leiden als Zeichen verstehen könnten, dass Gott an ihnen keinen Gefallen fände. Sie könnten entmutigt werden und aufgeben. Wenn es am schlimmsten käme, könnten sie versucht sein, zum Tempel mit seinen Zeremonien zurückzukehren.
Sie sollten nicht denken, dass ihr Leiden außergewöhnlich war. Viele der Glaubenszeugen litten sehr, weil sie dem Herrn treu waren, und hielten dennoch aus. Wenn diese Zeugen unverzagt ausharrten, wo sie doch viel weniger Vorrechte genossen, wie viel mehr sollten wir ausharren, die wir die viel besseren Segnungen Christi genießen.
Die Heiligen des AT umgeben uns als »große Wolke von Zeugen«. Das bedeutet nicht, dass sie Zuschauer der Ereignisse auf Erden wären. Sie sind vielmehr Zeugen für uns durch ihr Glaubensleben sowie ihr Ausharren und haben uns ein großes Vorbild gegeben, dem wir nacheifern sollen.
Dieser Vers lässt unausweichlich die Frage aufkommen: »Können die Heiligen im Himmel unser Leben auf Erden sehen oder vielleicht sogar wissen, was kommt?« Das einzige Geschehen im Himmel, von dem wir in dieser Hinsicht etwas Genaues wissen, umfasst die Bekehrung eines Sünders: »So wird Freude im Himmel sein über einen Sünder, der Buße tut, mehr als über neunundneunzig Gerechte, die die Buße nicht nötig haben.«
Das Leben des Christen ist ein Wettlauf, der Disziplin und Durchhaltevermögen erfordert. Wir müssen uns von allem trennen, was uns hinderlich sein kann. »Bürden« oder Lasten können viele Dinge sein, die an sich harmlos sind und doch unser Fortkommen behindern können. Dazu gehören z. B. materieller Besitz, Familienbande, die Liebe zur Bequemlichkeit, mangelnde Mobilität und vieles andere. Bei den olympischen Wettbewerben gibt es keine Regel, die verbietet, Nahrungsvorräte oder Getränke mit ins Rennen zu nehmen, doch ein Läufer könnte nie gewinnen, wenn er sie mitnähme.
Wir müssen auch »die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen«. Obwohl dies Sünde in jeder Form sein kann, ist damit besonders die Sünde des Unglaubens gemeint. Wir müssen auf die Verheißungen Gottes vollkommen vertrauen und auch fest damit rechnen, dass ein Leben des Glaubens uns sicher zu Siegern macht.
Wir müssen uns vor der Vorstellung hüten, dass der »Wettkampf« ein kurzer Sprint ist und alles im christlichen Leben rosig sein wird. Wir müssen darauf vorbereitet sein, mit Durchhaltevermögen auch Prüfungen und Versuchungen zu überstehen.
Während des gesamten Wettlaufs sollten wir alles andere aus unserem Gesichtsfeld verbannen und unsere Augen auf »Jesus« gerichtet halten, der vor uns herläuft.
A. B. Bruce kommentiert:
Einer ragt aus der gesamten Menge heraus, … der Mann, der als Erstes ein vollkommenes Leben durch Glauben in die Wirklichkeit umsetzte, … der unbeirrt die bitteren Leiden am Kreuz ertrug und der Schande nicht achtete – von einem Glauben aufrecht gehalten, der sich so lebhaft die kommende Freude und Herrlichkeit vorstellen konnte, dass das gegenwärtige Bewusstsein von Schmerz und Schande überwunden wurde.
Er ist der »Anfänger« oder der Urheber »des Glaubens« in dem Sinne, dass er uns das einzige vollkommene Beispiel dafür gegeben hat, wie ein solches Leben des Glaubens aussieht.
Er ist auch der »Vollender des Glaubens«. Er hat das Rennen nicht nur begonnen, sondern auch siegreich beendet. Für ihn begann die Rennbahn im Himmel. Sie erstreckte sich über Bethlehem, Gethsemane und Golgatha, ging über das Grab hinaus und endete schließlich wieder im Himmel. Zu keiner Zeit zögerte er oder wandte er sich um. Er hielt seine Augen auf die kommende Herrlichkeit gerichtet, wenn alle Erlösten mit ihm dereinst in Ewigkeit versammelt sein werden. Dies ermöglichte es ihm, die »Schande nicht« zu achten und Leid sowie Tod zu ertragen. Heute sitzt er »zur Rechten des Thrones Gottes«.

EG 666: „Selig seid ihr“

Heute haben wir zu Beginn des Gottesdienstes das Lied  „Selig seid ihr“ (EG 666) gesungen.

Text:

1. Selig seid ihr, wenn ihr einfach lebt.
Selig seid ihr, wenn ihr Lasten tragt.

2. Selig seid ihr, wenn ihr lieben lernt.
Selig seid ihr, wenn ihr Güte wagt.

3. Selig seid ihr, wenn ihr Leiden merkt.
Selig seid ihr, wenn ihr ehrlich bleibt.

4. Selig seid ihr, wenn ihr Frieden macht.
Selig seid ihr, wenn ihr Unrecht spürt.

Video (Jugendchor Grenzenlos)

Der Text ist von F. K. Barth und P. Horst; die Melodie ist von P. Janssens (1979).

Das Lied ist inspiriert durch die Seligpreisungen (Makarismen) aus der Bergpredigt in Matthäus 5,3-11 (LUT):

  • Selig sind, die da geistlich arm sind; denn ihrer ist das Himmelreich.
  • Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getröstet werden.
  • Selig sind die Sanftmütigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
  • Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit; denn sie sollen satt werden.
  • Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
  • Selig sind, die reinen Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
  • Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heißen.
  • Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn ihrer ist das Himmelreich.
  • Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmähen und verfolgen und reden allerlei Übles gegen euch, wenn sie damit lügen.