Die Verklärung Jesu – Letzter Sonntag nach Epiphanias

transfigurationAm letzten Sonntag nach Epiphanias wird in der evangelischen Kirche der Verklärung Jesu gedacht.

Matthäus 17,1-9 (HfA):

Sechs Tage später ging Jesus mit Petrus, Jakobus und dessen Bruder Johannes auf einen hohen Berg. Sie waren dort ganz allein. Da wurde Jesus vor ihren Augen verwandelt: Sein Gesicht leuchtete wie die Sonne, und seine Kleider strahlten hell. Dann erschienen Mose und Elia und redeten mit Jesus. Petrus rief: „Herr, hier gefällt es uns! Wenn du willst, werden wir drei Hütten bauen, für dich, für Mose und für Elia.“ Noch während er so redete, hüllte sie eine leuchtende Wolke ein, und aus der Wolke hörten sie eine Stimme: „Das ist mein geliebter Sohn, an dem ich meine Freude habe. Auf ihn sollt ihr hören.“ Bei diesen Worten fielen die Jünger erschrocken zu Boden. Aber Jesus kam zu ihnen, berührte sie und sagte: „Steht auf! Fürchtet euch nicht!“ Und als sie aufsahen, waren sie mit Jesus allein. Während sie den Berg hinabstiegen, befahl ihnen Jesus: „Erzählt keinem, was ihr gesehen habt, bis der Menschensohn von den Toten auferstanden ist!“

Auf der Seite „Das Kirchenjahr“ wird das Thema dieses Sonntags wie folgt gut zusammengefasst:

In der Verklärung wird Jesus, während er noch auf Erden weilt, für eine kurze Zeit den Jüngern gegenüber in seiner Herrlichkeit als der Sohn Gottes dargestellt. Es ist dies das einzige Mal, wo die Jünger die Nähe des Himmels durch Jesus physisch erfahren, und es begeistert sie so, dass sie darin bleiben wollen. Die Erzählung endet jedoch damit, dass es zurück in diese Welt geht, in der die Jünger zwar nun hoffen können, aber doch auch wieder der Not und dem Elend ausgesetzt sind. So stellt der letzte Sonntag nach Epiphanias die Verbindung her zwischen der Herrlichkeit des Sohnes Gottes und seinem Tod, durch den die Erlösung der Menschheit erwirkt wird dadurch, dass er selbst eben nicht von seiner Gottessohnschaft Gebrauch macht, sondern sich als Mensch opfert.

Nach der Überlieferung geschah die Verklärung Jesu auf dem Berg Tabor in Galiläa.

Hebräisch „tabbur“ bedeutet „Nabel (der Welt)“.

Der Berg befindet sich östlich von Nazareth.

taborDie 1924 fertiggestellte Tabor-Kirche oder Verklärungsbasilika der markante Punkt auf der östlichen Seite des Bergplateaus. In der Kirche zeigt ein Mosaik die Verklärung Jesu. Die Inschrift ist aus Mt 17,2: „Et transfiguratus est ante eos“ („Und er wurde vor ihren Augen verklärt“).

Das letzte Gemälde Raffaels, „Transfiguration“, ist das letzte Gemälde, an dem er bis zu seinem Tod 1520 (er wurde 37 Jahre alt) gearbeitet hat. In dem Bild sind in einzigartiger Weise zwei Szenen aus dem Neuen Testament, die Verklärung Christi auf dem Berg Tabor und die Heilung des mondsüchtigen Knaben, in Beziehung gesetzt.

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